Die Hein Heun Groep ist von einem langjährigen Geschäftspartner beauftragt worden, dem EOD beim Zerlegen einer V1 in Wilp zu unterstützen. Die V1 war eine der ersten V-Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg und auch das erste unbemannte Düsenflugzeug der Welt. Der Name V1 (deutsche Abkürzung) oder V-1 (englische Abkürzung) war eine Ableitung von „Vergeltungswaffe 1“. Eigentlich war die Bezeichnung Fieseler Fi 103 oder FZG-76. Die V1 ist 7,90m lang, 1,42m hoch und hat eine Spannweite von 5,37m. Beladen wog das Objekt 2.150kg und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 656km/h über eine Reichweite von 240km.
Diese V1 war ausgerüstet mit einer hochexplosiven Ladung in der Nase und war mit Hilfe eines primitiven Strahltriebwerks und einem sehr einfachen Leitsystem aus eigener Kraft unterwegs zu seinem Ziel „Antwerpen“.
Ende 1944 wurden in Oost-Nederland (östliche Region der Niederlande) eine Anzahl von Abschussrampen (Start-Einrichtungen) in Betrieb genommen. Die fliegenden Bomben, wie die V1 die dort gestartet wurde, waren für die damals schon befreite, für die Alliierten sehr wichtige Hafenstadt Antwerpen „Das Ziel“ beabsichtigt. In den Wäldern vom Landgut Oostermaet östlich von Lettele bei Deventer und auf dem Landgut de Biesterije südlich von Rijssen sind Betonfundamente freigelegt worden, damit die Öffentlichkeit diese besichtigen kann.
Leider oder zum Glück wurde „Das Ziel“ durch diese V1 niemals erreicht, aber sie landete in der Stadt Wilp, entlang der A1 war diese V1 im vergangenen November bei Verbreiterungsarbeiten der A1 gefunden worden. Die gefundene V1 war ziemlich unversehrt und der EOD untersuchte die V1, um in Absprache mit den verantwortlichen Behörden einen Plan zu erstellen, damit die V1 zerlegt und später auf einem dafür vorgesehenen Platz detonieren (kontrolliert zur Explosion) konnte.
Die V1 ist am Sonntag, den 8. März, von der EOD zerlegt worden, dafür wurde ein großes Gebiet abgesperrt. Dies bedeutet, dass ein Teil beidseits der Ijssel, die A1 und der Stadt Wilp vollständig evakuiert werden musste.
Innerhalb eines Radius von 630 Metern um die gefundene V1 durften sich keine Menschen und Tiere mehr aufhalten und im Umkreis von 1400 Meter keine Menschen.
Die Zerlegung verlief nicht ganz nach Plan und darum musste zu Plan B übergegangen werden. Aus diesem Grund verzögerte sich die geplante Zerlegung und die evakuierten Menschen konnten erst eine Stunde später wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Zur Detonation der V1 hat man den explosiven Teil in Stücke geschnitten und diese auf der eingerichteten Detonations-Stelle durch 8 Detonationen in seiner Gesamtheit zerstört.
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